Maulwürfe 2010

Im neuen Jahr ging´s im Januar gleich mit viel Schnee weiter. Auch diesmal wurde nichts aus der Nistkästen-Säuberungsaktion. Schneeburg bauen wäre zwar auch schön gewesen, aber alle Kinder wollten lieber Schlitten fahren. Von Wildenberg hinunter in den Bibersgrund ging es auch wirklich gut. Am Schluß freuten sich alle über den warmen Tee, den Ilse dabei hatte.

 

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Passend zur Faschingszeit ging es im Februar in die (Faschings-)Bäckerei. In der Bäckerei Roth in Weißenbrunn lieferte Bäckermeister Bernd Roth den über 20 Kindern interessante Informationen über seinen Arbeitsalltag, der (fast) jeden Tag um 4 Uhr früh anfängt. Attraktionen waren die Brötchenmaschine, die 5.000 Brötchen am Tag schaffen würde (wer soll die alle essen?) und automatisch den typischen "Kaisersemmel-Stempel" reindrückt. Auch die hochmodernen Backöfen beeindruckten – in neun Minuten waren die selbstgemachten Laugenbrötchen fertig. Natürlich gab´s auch die Krapfen-Füllmaschine zu sehen – und Hiffenmark zum Naschen.

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Im März trafen wir uns im Gemeindehaus – der Winter hatte uns noch fest im Griff. Hermine und Ilse hatten viel Material für die Osterkränze besorgt. Es war nicht ganz einfach und erforderte viel Geschick und Vorsicht, damit die Eierschalen auch heil blieben. So entstanden schöne kleine Kunstwerke, die nun zuhause die Fenster und Türen schmücken. Und da es wieder mal ums Basteln ging, waren auch ganz viele von den Maulwürfen da.

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Im April forschten die Maulwürfe zusammen mit Manfred Eckert und Markus Höfner vom Sportfischereiverein Leßbachtal Hummendorf am Bach. Die beiden Sportfischer erläuterten den Kindern, wie sich durch die Lebewesen im Bach die Wasserqualität bestimmen läßt. Die Kindern stiegen dann in kleinen Gruppen in den Leßbach und fischten mit Käschern und Küchensieben unter anderem eine Koppe, viele Köcherfliegenlarven, Wasserflöhe, Libellenlarven , Blutegel, Wasserschnecken, Froschlaich und einen kleinen Krebs aus dem Wasser. Daran wurde deutlich, dass sich die Wasserqualität im Leßbach im Vergleich zu früheren Jahren stark gebessert hat. Mittlerweile werden unterhalb des Weißenbrunner Sportplatzes auch wieder Forellen eingesetzt. Und weiter unten im Bachlauf sind auch größere Krebse zu finden.

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Beim Treffen im Mai gab es eine große Überraschung. Die Kirchweihgesellschaft Weißenbrunn hat der Gruppe eine großzügige Spende in Höhe von 500 € zukommen lassen. Von dem Geld wurden für die Kinder Gartengeräte angeschafft – von Grabegabeln, Spaten und Schaufeln über Hacken, Rechen und Pflanzschaufeln bis hin zu Besen. Damit sind die Kinder für alle anstehenden Gartenarbeiten bestens ausgerüstet. Die Geräte wurden auch gleich richtig eingeweiht. Die Maulwürfe bearbeiteten damit das Feld an der Weißenbrunner Wanderhütte, um anschließend Gründüngung einzusäen. Vorher hatten die Maulwürfe bereits Wassergärten gebaut. Dazu wurden kleine halbierte Holzfässer fachmännisch mit Wasserpflanzen bepflanzt. Begeistert von dieser Idee waren die zahlreichen anwesenden Mütter und Väter, sodass auch die als Reserve gedachten Fässer schnell Abnehmer fanden. Die Wassergärten finden sicher in den heimischen Gärten einen besonderen Platz. 

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Ilse und Hermine bedankten sich zusammen mit 32 „Maulwürfen“ bei Nicole Heumann (hinten rechts) von der Kirchweihgesellschaft Weißenbrunn für die großzügige Spende.

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Stolz präsentieren die jungen „Maulwürfe“ ihre Wassergärten.

Nach soviel Beschäftigung mit dem Thema "Wasser" ging es im Juli bei größter Sommerhitze in die Schreinerei im Paradies. Dort konnten unter fachkundiger Anleitung von Michael Franz annähernd 20 Kinder (wenn mehr dagewesen wären, wäre es auch in der Werkstatt ziemlich eng geworden) wunderschöne Boote aus Holz bauen. Das ganze war von Michael und seinen Helfern perfekt vorbereitet – von den bereits zugeschnittenen Schiffsrümpfen über die zurechtgesägten und gehobelten Holzteile für Masten und Schifsaufbauten bis zu Material für Leinen, Segel und Anker. Die Kinder durften natürlich auch selbst sägen, bohren und hämmern – was ihnen besonders viel Spaß machte. Bei der Verzierung ihrer Boote zeigten sie sich dann sehr kreativ. Hermine und Ilse dankten Michael Franz mit der ganzen Familie für die Umsetzung der Idee und den Einsatz.

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Aufmerksam lauschten die "Maulwürfe" den Erklärungen von Michael Franz.

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Unter geschickten Händen entstanden die kleinen Kunstwerke.

Endlich Ferien – am 10. August starteten wir mit einem vollen Bus – auch einige Gäste aus Nachbargemeinden waren dabei. Beim Meeresaquarium in Zella-Mehlis staunten wir schon im Eingangsbereich über mehrere Becken mit Koi-Karpfen, die sich sogar streicheln ließen. Drinnen waren wir überwältigt von der Vielzahl der unterschiedlichsten Fische, den Muränen, Piranhas und Krokodilen. Höhepunkt aber das 1-Mio-Liter Haibecken – hier konnten wir verschiedene Haie nur getrennt durch eine Glasscheibe beobachten. Anschließend ging´s weiter nach Oberhof. Zunächst gab es eine kleine Rundfahrt mit Blick aufs Panoramahotel. Danach war Wandern durch den Rennsteiggarten angesagt. Die Zeit wurde nicht lang – der Garten war durchaus auch für die Kinder interessant, da unterwegs viele Mitmachstationen für Kinder eingebaut sind. Wir konnten ca. 4.000 verschiedene Pflanzenarten aus den Gebirgen Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas, Neuseelands und der arktischen Regíonen kennen lernen. Anschließend verbrachten wir noch eine gute Stunde im sommerlichen Wintersportort, wo auch in dieser Zeit viele Touristen unterwegs sind und zahlreiche Cafes zur Einkehr einladen. Unser Busfahrer Jörg brachte uns am Abend sicher wieder nach Hause zurück. Wir erlebten einen schönen Feríentag, der für alle – Kinder und Erwachsene – interessant und abwechslungsreich war. 

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Alle Ausflügler vor dem Meeresaquarium in Zella-Mehlis – und einige der wunderschönen Fische.

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Im September war wieder Basteln angesagt – ein Insektenhotel sollte entstehen. Unter tatkräftiger Mithilfe von Margit und Richard Redwitz werkelten wieder rund 20 Kinder an der Wanderhütte. Aus Dosen, kleinen Aststücken, Ästen und Kerzenwachs entstánden kleine Insektenhotels, die Wildbienen und anderen Insekten eine Zuflucht bieten können. Die Jungs und Mädels durften selbst mit dem Akku-Bohrer Löcher in die Hölzer bohren, Dosen mit Bambus-Stäbchen füllen und diese mit Wachs verkleben. Das ganze montiert auf ein Stück Holz – und fertig war das Mini-Insektenhotel. Zuhause sollte das ganze natürlich einen Platz nicht allzu nah an Haustür oder Terrasse finden.

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… und fertig ist das Mini-Insektenhotel.

Herbstlicher Schmuck fürs Haus stand im Oktober auf dem Programm. Aus Birkenreisig entstanden unter Anleitung von Hermine und Ilse hübsche Kränze – verziert mit Blüten von Hortensien, Herbstastern, Lampionblumen, Sedum, Hagebutten und vielem mehr -  Diesen schmücken nun Hauseingänge und Fenster. Außerdem wurde das von Richard Redwitz gebaute große Insektenhotel an diesem Tag an der Wanderhütte fest aufgebaut.

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    Stolz präsentieren die "Maulwürfe" ihre herbstlichen Kränze.

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Richards großes Insektenhotel steht – und wartet auf zahlreiche Besucher im Frühjahr.

Weihnachten steht schon vor der Tür – deshalb war es im November schon Zeit, dekorative (Tannen-)Bäume zu basteln. Dazu brauchte man nicht viel Material nur Weidenzweige und Dekomaterial wie Filzsterne, Sterne aus Goldpapier, kleine Holzfiguren und ähnliches. Die Zweige wurden dann in Form von Tannenbäumen gelegt und mit Heißkleber fixiert und mit dem Dekomaterial geschmückt. Wie immer beim Basteln, war ziemlich viel los – 20 Kinder wuselten durchs Gemeindehaus. Sie konnten ihre Dekobäume mit nach Hause nehmen – dort finden sie einen guten Platz in Fenstern und vor Haustüren. Hier die Ergebnisse der Bastelaktion:

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Im Dezember fand die traditionelle Weihnachtsfeier im Gemeindehaus statt. Erstmal ging´s "an die Arbeit" – aus Blumentöpfchen, Tannenzapfen, Kerzen und Dekomaterial entstanden hübsche Kerzenständer. Bei Tee und Plätzchen warteten die Kinder und auch einige Mamis auf den Besuch eines hoffentlich netten älteren Herren. Mit alten und neuen Weihnachtsliedern und musikalischen Beiträgen von Christoph, Joshua, Julia und Hannah gelang es Ihnen schließlich, den Nikolaus aufmerksam zu machen. Schon polterte es im Flur und der Nikolaus kam herein. Aus dem Goldenen Buch konnte er entnehmen, was die Maulwürfe im Laufe des Jahres so alles unternommen hatten.  Da gab´s viel zu loben und wenig zu kritisieren, so war auch für jedes Kind ein Geschenk dabei. Luca trug dem Nikloaus ganz mutig ein Lied vor und Hermine konnte auch ein Gedicht. Geschenke gab es dann natürlich noch für Hermine und Ilse, die die Treffen der Maulwürfe organisieren und sich immer wieder tolle Sachen einfallen lassen.

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Oben die mutigen jungen Musikanten – und – unten – Geschenke auch für Hermine und Ilse:

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