Maulwürfe 2011

Das Jahr 2011 begann im Februar mit einem Besuch beim Elektriker. Bei Elektro Spindler im Paradies gab es zunächst ein bißchen “Theorie” über Strom – woher er kommt und was man damit machen kann. Dann ging es für die fast zwanzig Kinder ans Basteln. Aus vorgestanzten Holzbausätzen entstanden Hubschrauber und Flugzeuge. Das war für alle Kinder eine doch ziemlich  anspruchsvolle Aufgabe, die sie mit Hilfe der Experten und einiger Mamas und Papas schließlich bewältigten. Groß war die Freude, dass sich die Propeller und Rotoren tatsächlich drehten, wenn Licht auf die eingebauten Solarpanels fällt. Das Material wurde übrigens zum Teil von der Fa. Spindler finanziert, der Rest kam aus der Kasse der Maulwürfe. Die Flugobjekte hängen jetzt zuhause in den Fenstern und drehen in der Frühlingssonne ihre Rotoren.

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Aufmerksam lauschen die Kinder den Erklärungen von Christian Spindler, woher der Strom kommt.

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Ruhige Hand und gute Augen – das brauchten Kids und erwachsene Helfer beim Zusammenbauen der Flugmodelle.

Im März trafen wir uns in Wildenberg, um Steine zu “lesen”. Die anwesenden Kinder waren sehr eifrig, sodass die Ladeflächen der Fendt-Geräteträger von Richard Redwitz und Claus Häublein bald voll beladen waren. Beide transportierten die Steine dann zu unserem Feld an der Wanderhütte. Dort soll aus den Steinen dann beim Treffen im Mai eine Steinmauer entstehen. Nebenbei machte es den Kindern viel Spaß, nach Versteinerungen in den Kalksteinen zu suchen. Die Kinder waren dabei recht erfolgreich und nahmen viele Steine auch mit nach Hause.

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Tüchtige Steinsammler bei der Arbeit. Und die Mamas und Papas halfen auch mit .

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Anfang April geht es schon stark auf Ostern zu – es ist wieder mal Zeit fürs Basteln. Mehr als 20 Kinder trafen sich im Gemeindehaus, um unter der Anleitung von Hermine und mit der Unterstützung vieler Mamas ausgeblasene Eier zu verzieren. Es wird eine klebrige Angelegenheit – mit Kleister und kleinen Geschenkpapierfetzen entstehen aber hübsche verzierte Eier. Die schmücken nun zuhause die Ostersträuße.

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Jungen und Mädchen sind eifrig bei der Arbeit – und stolz auf ihre kleinen Kunstwerke.

 

Beim Treffen im Mai waren Kinder und Eltern wieder einmal sehr fleißig. Unser Feld bei der Wanderhütte sieht jetzt richtig professionell bearbeitet aus. Nachdem der Acker von Otto, Richard, Kurt, Ilse und Hermine schon vorbereitet war (geackert, in Beete eingeteilt und die Wege mit Rindenmulch versehen), konnten die Kinder so richtig loslegen. Zunächst wurde noch ein ganzer Anhänger von Rindenmulch (gespendet von Reinhold Ultsch) auf die Wege verteilt. Aus den in Wildenberg gesammelten Feldsteinen bauten die Kinder eine Umrandung für ein Kräuterbeet und einen Steinhaufen für Eidechsen und andere Kleintiere. Anschließend wurden Beerensträucher und Kräuter gepflanzt, Kartoffeln und Zwiebeln gesteckt und Kürbisse gesät. Nach einer großen Gießaktion – ohne wird´s bei dem wenigen Regen nicht gehen – hoffen wir nun, dass alles gut wächst und gedeiht.

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Besonderen Dank sagen wir diesmal unseren oben genannten erwachsenen Helfern, die viel Vorarbeit geleistet haben, damit die “Maulwürfe” mit ihren neuen Gartengeräten auf dem Feld an der Wanderhütte mit soviel Spaß “arbeiten” konnten.

Im Juni versammelte sich eine große Schar von über 30 Kindern mit Eltern bei der Wanderhütte, um Holzstelen mit Hundertwassermotiven zu bemalen. Auch ein kurzfristig heranziehender Regenschauer tat der allgemeinen Begeisterung keinen Abbruch und die kleinen Künstler arbeiteten unter Dach weiter. Die Kunstwerke, die dabei entstanden, konnten beim Grillfest am Pfingstsamstag erstmals bewundert werden. Nun zieren sie so manchen Garten in Weißenbrunn und Umgebung. Diesmal danken wir Martin Appelt aus Wildenberg, der Holzspitzen zur Verfügung, damit die Holzstelen in die Erde gesteckt werden können.

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Auch die prominenten Gäste bewunderten beim Grillfest wenige Tage später die Kunstwerke (rechts Bürgermeister Egon Herrmann, 2. von rechts Landrat Oswald Marr, 2. von links Kreisverbandsvorsitzender Peter Cembrowicz).

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Manche legten auch beim Grillfest noch letzte Hand an, um die Kunstwerke perfekt zu machen.

Auch sonst hatten Kinder und Eltern viel Spaß – ob bei der Baumpflanzung, beim Tauziehen gegen die Eltern oder als die Eltern dann selbst mit Grasski gegeneinander antraten.

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Mit viel Freude schnippelten und entstielten beim Treffen im Juli zahlreiche Kinder Erdbeeren, Johannisbeeren, Bananen, Melonen und Kiwis. Mit Unterstützung von Margit Redwitz konnten wir dann recht schmackhafte Marmeladen herstellen. Diese fand reissenden Absatz und die Maulwürfe nahmen voll Stolz ihre gefüllten Marmeladengläser mit nach Hause. Und natürlich wurde vor Ort eifrig probiert – die Mamas kamen mit dem Brote schmieren zeitweise gar nicht nach.

Fotos dazu folgen noch.

 

Im August war es wieder Zeit für den Ferienausflug der Maulwürfe. Die Fahrt nach Nürnberg hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen. Bei der Feuerwache 3 mitten in der Stadt führten uns zwei sehr engagierte Feuerwehrmänner in zwei Gruppen durch das interessante Feuerwehrmuseum und zeigten uns den gesamten Fuhrpark, wobei alles bis ins Detail erklärt wurde. Nach der Mittagspause in der Innenstadt bei angenehmem Wetter brachte uns unser Busfahrer Jörg zum Flughafen. Da noch genug Zeit war, konnten wir uns zunächst auf der Besucherterrasse umschauen. Dann ging´s – wie beim “richtigen Fliegen” – durch die Sicherheitsschleuse, wo wir und unser Gepäck streng kontrolliert wurden – für manche schon ein einmaliges Erlebnis. Anschließend fuhren wir in einem Flughafenbus in alle Ecken und Winkel des Flughafens – von der Flughafenfeuerwehr bis zu den Hangars der Flugrettung. Unser sehr kompetenter Führer wusste zu jedem Flugzeug was zu erzählen und organisierte uns auch eine Fahrt über die beleuchtete Startbahn, wie man sie sonst nur beim Starten und Landen erlebt. Da störte auch der eingetretene starke Regen nicht. Den Tag beschloss schließlich eine Einkehr in Prächting.

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Im Feuerwehrmuseum (oben) und auf der großen Drehleiter (unten), die gottseidank nicht im Einsatz war…

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… und das sind die Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr.

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Im September lernten die Kinder mit Susanne Meier von der Stadtoase viel Interessantes über das Färben mit Naturmaterialien. Es entstanden Kohlebilder, selbstgefertigte Kreide und naturgefärbte Batiktücher. Mit großem Eifer und viel Geduld waren alle bei der Sache.

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Daneben stand im September auch die Weißenbrunner Kerwa auf dem Programm. Die Maulwürfe beteiligten sich zusammen mit einigen Eltern am Umzug und hatten viel Spaß dabei.

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Es gab noch einen dritten Termin in diesem Monat. So trafen sich am letzten Mittwoch im September zahlreiche Kinder und ernteten das Feld an der Wanderhütte ab. Kartoffeln, Kürbisse, Zwiebeln und Beeren waren gut gewachsen und brachten guten Ertrag. Anschließend befreiten sie mit Unterstützung von Mamas und Papas die Beete vom verbliebenen Unkraut und richteten sie für den Winter her.

 

Beim Herbstfest im Oktober gab es nicht nur eine Pflanzenbörse für die erwachsenen Gartenfreunde sondern auch Programm für die Kinder. So konnten sie aus getrockneten Herbstblättern Bilder oder Kürbisse als Fensterschmuck basteln.  Außerdem gab es von den selbstgeernteten Kartoffeln und Kürbissen leckere Kürbissuppe.

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Die Wanderhütte war beim Treffen im November brechend voll. Alle die da waren, hatten alle Hände voll zu tun. Da wurde geschliffen, geschraubt, genagelt und getackert, was das Zeug hielt. Die Eltern waren mit genauso viel Begeisterung bei der Sache wie die Kinder. Und am Ende trug jeder stolz sein Futterhäuschen nach Hause. So werden die Vögel im bevorstehenden Winter in vielen Weißenbrunner Gärten gut versorgt werden. Ein herzliches Dankeschön gilt wiederum unserem Gartenfreund Richard Redwitz, der die vielen Einzelteile in liebevoller Kleinarbeit vorbereitet hatte und die notwendige Hilfestellung zum Zusammensetzen gab.

 

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Im Dezember verbrachten die Maulwürfe noch einen schönen Nachmittag im Gemeindehaus. Mit großem Eifer fertigten die Kinder zunächst Adventsgestecke an, die sie mit nach Hause nehmen durften. Anschließend gab es von den Mamis selbstgebackene leckere Plätzchen. Celina, Hannah und Christoph erfreuten uns mit ihren musikalischen Beiträgen und einem spontanen Trio. Gemeinsam sangen wir Weihnachts- und Nikolauslieder. Die lockten dann doch tatsächlich den Nikolaus zu uns. Er lobte die Kinder für die fleißigen Besuche und blickte zurück auf das, was wir im vergangenen Jahr gemeinsam erlebt hatten. Anschließend leerte er seinen gut gefüllten Sack, sodass jedes Kind ein Geschenk bekam – natürlich auch Hermine und Ilse für die Betreuung der Kindergruppe.

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