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Herbstversammlung am 27.10.2017


Zur Herbstversammlung im Gasthof Frankenwald konnte Erste Vorsitzende Susanne Knauerr-Marx viele Mitglieder und Gäste willkommen heißen. Insbesondere begrüßte sie den Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, Fritz Pohl, und Bürgermeister Egon Herr­mann. Im Mittelpunkt der Versammlung standen aber ein Vortrag von Thomas Neder, Kreisfach­berater für Gartenbau des Landkreises Coburg und zahlreiche Jubilare.

Thomas Neders Vortrag stand – jahreszeitlich passend – unter dem Titel „Gartenzauber auch im Winter“. Er zeigte anhand vieler bildlicher Beispiele auf, dass auch nach der sommerlichen und herbstlichen Blütezeit schöne Gestaltungselemente für den Garten verbleiben können und nicht alles abgeschnitten und ausgeräumt werden muss. Dies können Bäume sein, die mit ihrer Rinden­farbe und -struktur oder ihren Ast- und Wuchsformen zum Blickfang werden. Viele Sträucher tra­gen auch im Winter noch Früchte und dienen als Zierde und Winternahrung für die Tiere (z. B. Apfeldorn, Mispeln, Sanddorn, Heckenrosen, wilder Wein und Efeu). Stauden sehen – wenn man sie nicht zurückschneidet – auch zur Winterzeit gut aus, wie z. B. viele Gräser (Lampenputzergras, Reitgras, Chinaschilf), Sedum-Arten, Helleborus-Arten (Christrose) oder Bergenien. Manche Pflanzen zeigen nach der Blüte schöne Samenstände, die auch im Winter als Zierde dienen (Sil­berblatt, Astilben, Disteln). Eindrucksvoll wirken die Zweige der Korkenzieherhasel, die gern auch im Haus als Dekoration verwendet werden, oder von Essigbaum und Knöterich. In den Garten ge­hören daneben immergrüne Pflanzen wie Palmlilien, Buchsbaum oder Liguster. Selbst Gemüse wie Kohl und Wirsing wirken dekorativ. Und am schönsten ist der Garten im Winter, wenn Reif und leichter Schnee die stehengelassenen Gräser und Blütenstände überziehen.

Susanne Knauer-Marx dankte dem Referenten für den Vortrag und die eindrucksvollen Bilder und rief dazu auf, im Herbst der Versuchung zu widerstehen, im Garten alles abzuschneiden und zu gründlich aufzuräumen. Dann ergeben sich im Winter vielleicht überraschende neue Eindrücke.

Die erste Vorsitzende gab daraufhin einen Überblick über die Aktivitäten im laufenden Jahr. Beson­dere Erwähnung fanden dabei der Erfolg beim Gartenwettbewerb des Kreisverbandes für Garten­bau, bei dem sich die beiden nominierten Gärten der Familien Girsig und Romberg/Beie in der ersten Preisgruppe plazieren konnten (Plätze 2 und 6). Gut angenommen war der Busausflug nach Erfurt, wo die Teilnehmer je nach Interesse den ega-Park oder den Zoo besuchten. Ein voller Erfolg war – nach dem wetterbedingten Ausfall im Vorjahr – die Pilzwanderung im September, bei der Gäste aus nah und fern begrüßt werden konnten.

Eine Folge des guten Besuchs bei den Veranstaltungen war, dass der Verein wieder eine Spende in beträchtlicher Höhe für einen gemeinnützigen Zweck leisten konnte. Nutznießer war in diesem Jahr die Kindertagesstätte Pusteblume im Weißenbrunn, der kurz vor der Versammlung 555 € überreicht werden konnte.

Kreisvorsitzender Fritz Pohl nahm das Thema des Vortrags auf und kritisierte die teilweise bei Dorferneuerungen vorgenommenen sterilen Gestaltungen mit viel Stein und wenig Grün. Er forderte auf, weiterhin bei der naturnahen Gestaltung der Gärten Vorbild zu sein. Außerdem erläuterte er das umfangreiche Programm des Kreisverbandes und lud zur Teilnahme ein.

Bürgermeister Egon Herrmann griff die Kritik von Pohl auf und betonte die Notwendigkeit einer an die dörflichen Strukturen angepassten Planung. Er verwies auf das laufende Verfahren zur Aufstel­lung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes und die in den nächsten Jahren daran anschlie­ßenden Dorferneuerungsverfahren. Er würdigte die Vereinsarbeit, die Angebote für die Vereinsmit­glieder und die Veranstaltungen, die zum Erhalt der Dorfgemeinschaft beitragen. Dabei war ihm bewusst, dass die Gewinnung von Nachwuchs für die Vereine äußerst schwierig ist. Umso bemer­kenswerter ist es, dass auch die Aktivitäten der Kindergruppe Maulwürfe gut angenommen wer­den. Er wünschte den Gartenfreunden weiterhin viel Geduld, Ausdauer und gutes Gelingen bei ihrer Arbeit.

Vorsitzende Susanne Knauer-Marx leitete über zu den Ehrungen verdienter Jubilare. Sie freute sich, dass diesmal vergleichsweise viele der zu Ehrenden anwesend sein konnten. Insgesamt dreizehn Jubilare konnte sie zusammen mit Bürgermeister Herrmann und Kreisvorsitzendem Pohl für 25, 40 und 50 Jahre Treue zum Verein mit Urkunden und Ehrennadeln des Landesverbandes für Gartenbau sowie einem Blumenpräsent auszeichnen:

25 Jahre: Gertrud Pinzer, Hubert Zipfel, Dieter Bahr, Noya Mikhail (alle Weißenbrunn), Egon Herrmann (Hummendorf)

40 Jahre: Inge Ebert, Otto Lachmann, Alfred Korger (Weißenbrunn), Helmut Beck (Gössersdorf), Helmut Jungkuntz (Grün)

50 Jahre: Anni Oßmann, Erwin Limmer (beide Thonberg), Simon Rupp (Weißenbrunn)

Zum Abschluss wies die Vorsitzende auf noch anstehende Termine hin (insbes. 27. bis 29.11. Kränzebinden für den Weihnachtsmarkt, Stand am Weihnachtsmarkt am 1. Advent) und bat dafür um tatkräftige Unterstützung der Mitglieder. Fürs nächste Jahr kündigte sie bereits einen Ausflug zur Landesgartenschau in Würzburg und einen weiteren Ausflug für Familien mit Kindern an.

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Erste Vorsitzende Susanne Knauer-Marx (rechts) überreichte zusammen mit Vorstandsmitglied Sabrina Wagner (links) die Spende an die neue Leiterin der Kindertagesstätte Pusteblume, Angelika Zapfe (zweite von rechts)

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Die Jubilare mit den Ehrengästen – von links nach rechts Erste Vorsitzende Susanne Knauer-Marx und Kreisvorsitzender Fritz Pohl, Erwin Limmer (50 Jahre), Hannelore Beck (für Helmut Beck, 40 Jahre), Dieter Bahr (25 Jahre), Simon Rupp (50 Jahre), Otto Lachmann (40 Jahre), Hubert Zipfel (25 Jahre), Bürgermeister Egon Herrmann (25 Jahre)

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